Flensburgs Altstadt zu Fuß: Kaufmannshöfe, Rum und versteckte Gänge

Die schönsten Ecken liegen hinter den Toreinfahrten

Flensburgs Altstadt zieht sich vom Südermarkt bis zum Nordertor, gut anderthalb Kilometer entlang der Förde. Wer nur die Fußgängerzone entlanggeht, sieht schöne Fassaden. Wer durch die Toreinfahrten geht, entdeckt die Stadt dahinter: Kaufmannshöfe, Speicher und Gänge, in denen früher Rum, Zucker und Waren aus aller Welt lagerten.

Vom Boutiquehotel Petuh aus sind Sie in fünf Minuten mittendrin. Unser Vorschlag führt einmal von Süd nach Nord und am Hafen entlang zurück.

Flensburgs Altstadt zu Fuß: Kaufmannshöfe, Rum und versteckte Gänge

Der Süden: Johanniskirche, Südermarkt und Rote Straße

Gleich hinter unserem Haus beginnt das Johannisviertel, einer der ältesten Teile der Stadt. Von hier geht es über den Südermarkt in die Rote Straße, die schönste Gasse Flensburgs.

St. Johannis
Foto: Marseille77, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

St. Johannis

5 Minuten zu Fuß

Die kleinste und älteste der drei großen Altstadtkirchen. Der Legende nach begann der Bau schon 1128, lange bevor Flensburg Stadtrecht bekam. Ein stiller Ort, den kaum ein Tagesgast findet.

Südermarkt
Foto: Eduard47, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Südermarkt

8 Minuten zu Fuß

Der Platz rund um St. Nikolai. Mittwochs und samstags ist Wochenmarkt, mit Obst, Fisch und Blumen aus der Region. Am Samstagvormittag ist hier halb Flensburg unterwegs.

Rote Straße
Foto: Sönke Rahn, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Rote Straße

11 Minuten zu Fuß

Kopfsteinpflaster, kleine Läden und Galerien, und fast jede Hausnummer führt in einen Hof. Gehen Sie einfach durch die offenen Toreinfahrten, tagsüber sind viele Höfe zugänglich.

Braasch Wein- und Rumhaus
Foto: Soenke Rahn, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Braasch Wein- und Rumhaus

In der Roten Straße

Eines der letzten Flensburger Rum-Häuser, mit eigenem kleinen Museum über den Dreieckshandel und die Geschichte von Zucker und Rum.

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Rum und Zucker: Flensburgs süße Geschichte

Im 18. Jahrhundert war Flensburg einer der wichtigsten Häfen für den Handel mit den damals dänischen Westindischen Inseln. Zucker und Rum kamen von St. Croix, St. Thomas und St. John, verschnitten und veredelt wurde in Flensburg. Zur Blütezeit gab es in der Stadt mehr als 200 Rum-Häuser.

Die Spuren dieser Zeit finden Sie bis heute, wenn Sie wissen, wo Sie schauen müssen.

Rum- und Zucker-Meile
Foto: JoachimKohler-HB, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Rum- und Zucker-Meile

Rundgang durch die Altstadt

Ein ausgeschilderter Weg mit 20 Stationen durch die Altstadt. Sie gehen ihn auf eigene Faust und in Ihrem Tempo, ideal für einen Nachmittag.

Rum-Museum im Schifffahrtsmuseum
Foto: Marseille77, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Rum-Museum im Schifffahrtsmuseum

10 Minuten zu Fuß, Schiffbrücke 39

Im Gewölbekeller des alten Zollpackhauses lagerte früher der reine Rum. Heute erzählt hier das Rum-Museum die Geschichte des Handels, oben im Haus geht es um Schiffe und Seefahrt auf der Förde.

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Rumhaus Johannsen
Foto: www.fleno.de, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Rumhaus Johannsen

8 Minuten zu Fuß, Marienstraße

Das älteste noch arbeitende Rum-Haus der Stadt. Hier können Sie probieren und kaufen, bei Führungen geht es durch Produktion und Lager. Ein schönes Mitbringsel für zu Hause.

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Der Norden: Holm, Nordermarkt und Nordertor

Nördlich des Holms wird die Altstadt ruhiger. Hier standen die Häuser der Kaufleute und Kapitäne, und die Gänge hinunter zum Wasser erzählen von der Zeit, als hier noch Segelschiffe festmachten.

Nordermarkt und Schrangen
Foto: Andreas Trepte, CC BY-SA 2.5, via Wikimedia Commons

Nordermarkt und Schrangen

6 Minuten zu Fuß

Ein Platz mit Neptunbrunnen und Cafés. Unter den Arkaden des Schrangen verkauften früher Bäcker und Schlachter ihre Waren. Bei Sonne der beste Platz für einen Kaffee.

Kompagnietor
Foto: VollwertBIT, CC BY-SA 2.5, via Wikimedia Commons

Kompagnietor

6 Minuten zu Fuß, Schiffbrücke

Erbaut 1604 als Gildehaus der Schiffer und Kaufleute. An der Hausecke sind die Hochwassermarken vergangener Sturmfluten eingelassen. Schauen Sie genau hin, die Förde stand hier schon erstaunlich hoch.

Oluf-Samson-Gang
Foto: Edelmauswaldgeist, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Oluf-Samson-Gang

9 Minuten zu Fuß

Eine schmale Gasse mit bunten, liebevoll restaurierten Häusern, früher Wohnort von Seeleuten und Handwerkern. Am schönsten in der Dämmerung, wenn die Fenster leuchten.

Nordertor
Foto: JesperBa, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Nordertor

16 Minuten zu Fuß

Das Wahrzeichen der Stadt, errichtet um 1595. Über dem Bogen sehen Sie das Wappen des dänischen Königs Christian IV. und das Stadtwappen. Gleich daneben liegt die Phänomenta, ein Mitmachmuseum für Neugierige.

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Oben auf dem Berg: Museumsberg und Alter Friedhof

Von der Altstadt führen Treppen hinauf auf die Westliche Höhe. Hier oben ist es grün und still, und der Blick reicht über die Dächer bis zur Förde.

Museumsberg
Foto: Soenke Rahn, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Museumsberg

10 Minuten zu Fuß, Museumsberg 1

Kunst und Kulturgeschichte aus Schleswig und Sønderjylland, mit einer bemerkenswerten Möbelsammlung vom Mittelalter bis zum Klassizismus. Im Hans-Christiansen-Haus nebenan hängen Werke des Flensburger Jugendstilkünstlers.

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Alter Friedhof und Idstedt-Löwe
Foto: Marvin Radke (Ichwarsnur), CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Alter Friedhof und Idstedt-Löwe

Gleich neben dem Museumsberg

Der erste städtische Friedhof Flensburgs, ein fast unverändertes Denkmal des Klassizismus. Hier steht der Idstedt-Löwe des dänischen Bildhauers H. W. Bissen, heute ein Zeichen für das gute Miteinander im Grenzland.

Christiansenpark
Foto: Soenke Rahn, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Christiansenpark

13 Minuten zu Fuß

Ein ruhiger Park auf der Westlichen Höhe, gut für eine kleine Runde zwischen Museum und Altstadt.

Dänisches Flensburg

Rund ein Fünftel der Flensburger fühlt sich der dänischen Minderheit zugehörig. Das spüren Sie überall: an dänischen Schulen und Vereinen, in der Tageszeitung Flensborg Avis und beim Bäcker, wo selbstverständlich auch Dänisch gesprochen wird.

Heiliggeistkirche
Foto: VollwertBIT, CC BY-SA 2.5, via Wikimedia Commons

Heiliggeistkirche

8 Minuten zu Fuß, Große Straße

Die Kirche der dänischen Gemeinde mitten in der Fußgängerzone. Steht die Tür offen, lohnt ein Blick hinein, um mitten im Trubel kurz durchzuatmen.

Flensborghus
Foto: Sönke Rahn, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Flensborghus

Norderstraße

Das Kulturhaus der dänischen Minderheit, mit Konzerten und Veranstaltungen auf Dänisch.

Dänische Zentralbibliothek
Foto: Sönke Rahn, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Dänische Zentralbibliothek

Norderstraße

Die Flensborg Bibliotek mit der Slesvigske Samling, dem Gedächtnis der Grenzregion. Führungen und Stadtspaziergänge auf Dänisch gibt es nach Anmeldung kostenfrei.

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